
Das war der Wettbewerb des DMIF 2026
49 hochbegabte Musikerinnen und Musiker haben sich am Wochenende in der Musikhochschule Lübeck versammelt, um beim 33. Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds um die Vergabe wertvoller Streichinstrumente vorzuspielen.
Am vergangenen Wochenende hat sich der vielversprechende Streichernachwuchs in Lübeck in den wunderbaren Räumlichkeiten der Musikhochschule getroffen. Wir vom Team der Deutschen Stiftung Musikleben durften 49 junge hochbegabte Musikerinnen und Musiker willkommen heißen, die am Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds teilgenommen haben. (Zehn weitere junge Talente konnten die Leihdauer ihrer bereits ausgeliehenen Instrumente erfolgreich verlängern.)
34 junge Streicherinnen und Streicher konnten unsere fünfköpfige ehrenamtliche Jury überzeugen und durften eine wertvolle Geige, Bratsche oder ein Violoncello leihweise mit nach Hause nehmen. Die Vorspiele fanden im Großen Saal und im Kammermusiksaal der Musikhochschule statt. Die Vorspiele der jungen Bewerberinnen und Bewerber in der Musikhochschule Lübeck waren öffentlich, das Interesse im Publikum spürbar, ebenso wie die Begeisterung.
„Ich war absolut beeindruckt von dem hohen Niveau der jungen Leute, das sich durch alle Altersstufen zog. Die jüngste Teilnehmerin war zwölf Jahre alt und hat uns wirklich begeistert“, sagt auch Prof. Krzysztof Węgrzyn, Vorsitzender der ehrenamtlichen Jury, die über die Vergabe der Instrumente entschied. „Wir haben unser Bestes gegeben, für all die fantastischen Musikerinnen und Musiker die passenden Instrumente zu finden. Zur künstlerischen Ausbildung junger Streicher leistet der Deutsche Musikinstrumentenfond einen entscheidenden Beitrag – diese wunderbare Sammlung und die damit verbundene Förderung ist in Deutschland tatsächlich einzigartig.“
Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern 2026 ist der 24-jährige Geiger Benjamin Günst, der sich eine Violine mit Originalzettel J. B. Guadagnini, Mailand 1756, erspielen konnte. Auch der junge Geiger Anton Carus überzeugte die Jury mit dem präsentierten Programm und erhielt eine Violine des berühmten italienischen Geigenbauers Antonius Stradivarius aus dem Jahr 1703. Ein hochwertiges Violoncello von Giovanni Baptista Grancino, Mailand um 1700, wurde dem 23-jährigen Antoni Wrona überreicht. Im Fach Violoncello wurde außerdem die erst 12-jährige Musikerin Charlotte Melkonian mit einem Instrument von Stefano Scarampella, Manuta um 1900, ausgezeichnet. Sie erhielt auch das Dr. Alexander Sikorski-Stipendium für eine besonders begabte Cellistin.
Die vollständige Ergebnisliste finden Sie hier.
Die Förderung der Possehl-Stiftung hat den Wettbewerb 2026 erneut in die Hansestadt gebracht. „Es freut uns sehr, dass Lübeck nun zum zweiten Mal Gastgeber für den renommierten Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds ist. Die Kooperation der Possehl-Stiftung mit der Deutschen Stiftung Musikleben sowie der Musikhochschule Lübeck und dem Theater Lübeck ermöglicht Außergewöhnliches für unsere Stadt: Musikalischer Spitzennachwuchs kommt nach Lübeck, um in einem öffentlichen Wettbewerb um die kostbaren Instrumente zu konkurrieren und in zwei Konzerten sein ganzes Können zu zeigen“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Vorstandsvorsitzender der Possehl-Stiftung.
Die Aufzeichnung des Abschlusskonzertes ist am 29. April 2026 ab 22.05 Uhr in der Sendung „Spielweisen“ im Deutschlandfunk zu hören.
Foto: David Ausserhofer
