
Rückblick aufs "Rising Stars"-Konzert 2026
Victoria Wong und Felix Brunnenkant haben im Theater Lübeck am 23. Februar das Publikum mit dem Violinkonzert von Britten und dem Cellokonzert von Dvořák begeistert. Ermöglicht wurde der Konzertabend durch die Possehl-Stiftung.
Die Geigerin Victoria Wong und der Cellist Felix Brunnenkant hatten sich 2025 beim Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds ganz besondere Instrumente erspielt: Auf der Violine von Joannes Baptista Guadagnini (Turin 1772) spielt Victoria demnach nun seit einem Jahr, genau wie Felix auf „seinem“ Violoncello von Francesco Rugeri (Cremona 1670–1680). Das scheint vielleicht auf den ersten Blick kein langer Zeitraum zu sein, er ist aber mit zahllosen Stunden des Übens und Musizierens gefüllt, in denen die beiden Ausnahmetalente ihre Instrumente sehr gut kennenlernen konnten. Das Publikum im Theater Lübeck wurde nun an diesem Abend des 23. Februar 2026 Zeuge, wie sehr beide inzwischen mit den Instrumenten zusammengewachsen sind.
Eröffnet wurde das Konzert vom Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck unter Generalmusikdirektor Stefan Vladar mit den Hebriden von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Im Anschluss begrüßte der Theaterdirektor Caspar Sawade das Publikum, und es sprach Prof. Dr. Wolfgang Sandberger als Vorsitzender der Possehl-Stiftung, die das Orchesterkonzert genau wie den Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds in den Tagen davor dankenswerterweise entscheidend fördert.
Dann war die Bühne frei für Victoria Wong und ihre fantastische Geige. Man konnte nur staunen angesichts der Virtuosität des Violinkonzertes von Benjamin Britten op. 15, das gar nicht so oft im Konzert zu hören ist. Victoria meisterte die technischen Schwierigkeiten brillant und präsentierte dabei alle klanglichen Facetten ihres Instruments, von Flageolett bis Pizzicato, von voluminöser Tiefe bis zu den feinsten Höhen. Als wäre es ein Leichtes, bereicherte sie ihr höchst virtuoses Spiel mit viel Emotion – das Publikum war fasziniert.
Nach der Pause fand Bettina Bermbach als Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Musikleben einige Worte über unsere Arbeit und den Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds. Dann betrat Felix Brunnenkant mit seinem Violoncello das Podium. Es erklang das allseits bekannte und beliebte Konzert für Violoncello und Orchester von Antonín Dvořák in h-Moll, op. 104 mit seinen mitreißenden Melodien. Felix brachte in allen Passagen des vielschichtigen Werks den wunderschönen Klang seines historischen Instruments perfekt zur Geltung und bewegte die Zuhörenden durch seine gefühlvolle Interpretation. Es war ein wunderschöner Ausklang eines rundum gelungenen Konzertabends.
Der NDR Schleswig Holstein hat ein kurzes Porträt über Felix gedreht, das Sie sich hier ansehen können.
